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Die Entstehung unserer noch relativ jungen Loge Humanitas zu den
drei Rosen ist in besonderer Weise mit der deutsch-französischen
Geschichte des Saarlandes verknüpft.
Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges belebten
französische Freimaurer, die aus beruflichen Gründen ins
Saarland gekommen waren, in Saarbrücken die Loge Georges Jacques
Danton wieder, die bereits vor der NS-Diktatur existiert hatte.
Diese Loge arbeitete in französischer Sprache. Hier traten auch
saarländische Staatsangehörige mit deutscher Muttersprache ein,
die teilweise schon vor 1935 Freimaurer gewesen waren, teilweise
neu aufgenommen wurden. Als sich nach der Volksabstimmung vom
23. Oktober 1955 der Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik
Deutschland abzeichnete, beschlossen die saarländischen Brüder
im Hinblick auf die politische Zukunft ihrer Heimat, ihre
französische Mutterloge zu verlassen und eine neue
deutschsprachige Loge zu gründen, die Mitglied der Großloge der
Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland werden
sollte.
Am 20. Juli 1956 - also noch vor dem Beitritt des Saarlandes zur
Bundesrepublik - fand die Lichteinbringung (feierliche
Logengründung) der Humanitas zu den drei Rosen statt,
geleitet vom amtierenden deputierten Großmeister der Großloge
A.F.A.M., Dr. Werner Mohr. Bis heute ist die Einigung der
europäischen Völker, insbesondere Deutschlands und Frankreichs,
ein besonderes Anliegen unserer Loge.
Gründungsmitglieder waren 1956 lediglich neun Brüder Meister. In
den folgenden Jahrzehnten wuchs und gedieh die Loge Humanitas zu
den drei Rosen. Zur Zeit sind wir 37 Mitglieder, die aus den
verschiedensten Berufen kommen. Alle Altersstufen von Ende 20
bis ins höhere Seniorenalter sind vertreten. So erfüllt sich ein
freimaurerischer Grundsatz, der besagt, dass in der Freimaurerei
Männer zusammen kommen, die sich sonst vermutlich nie begegnet
wären. |